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Am Güterbahnhof Halsdorf zweigte die Anschlussbahn zum Flugplatz Bracht aus Richtung Gemünden kommend ab und führte in einem 90-Grad-Bogen an die heutige B 3 heran, der sie bis kurz vor Albshausen folgte. Der größte Teil der Trasse ist nach über 60 Jahren allerdings in Wiesen und Feldern aufgegangen und nicht mehr erkennbar. Der erwähnte 90-Grad-Bogen zur Straße hin ist anhand einer Grundstücksgrenze auch heute noch zu erahnen.
Eine der wenigen Spuren der Flugplatzbahn ist dieser Einschnitt in einer Wiese ca. 500 m westlich vom Güterbahnhof Halsdorf. Im rechten Bild der Blick zurück auf das Ende des Einschnitts.
Nordwestlich von Albshausen befand sich einst der einzige Kunstbau der Anschlussbahn, eine Brücke über einen Feldweg, die 1985 gesprengt wurde. Das Foto zeigt die Stelle der Brücke mit dem noch vorhandenen Bahndamm (nur auf der linken Seite sichtbar). Links geht es weiter nach Bracht.
Zwischen Albshausen und Bracht ist die Strecke fast noch vollständig in der Landschaft verfolgbar. Im linken Bild der Blick zurück auf die von Albshausen kommende Strecke, die als baumbewachsener Damm noch gut zu erkennen ist. Im Rücken des Fotografen verlief sie in einem ebenfalls noch vorhandenen Einschnitt weiter, an dessen Ende sie die Hochebene bei Bracht erreicht.
Rechts ebenfalls ein Blick zurück auf die von Albshausen kommende Strecke, diesmal bereits auf der Hochebene kurz vor dem Streckenendpunkt.
Der rund zwei Kilometer westlich des namensgebenden Ortes gelegene Flugplatz Bracht existiert heute nicht mehr. Er hatte bereits kurz nach Beginn des zweiten Weltkriegs seine Bedeutung verloren und wurde nach dessen Ende nur noch kurz als amerikanisches Durchgangslager genutzt. Danach entstand an seiner Stelle der heutige Ortsteil Bracht-Siedlung, in der die Straße „Am Bahndamm“ noch heute an die alte Anschlussbahn erinnert.
In dieser Straße, ungefähr an der Stelle im rechten Bild dürfte sich der Streckenendpunkt befunden haben. Die Bahnanlagen sollen lediglich aus einem Ladegleis und einem Lokumlaufgleis bestanden haben.