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Von einer Straßenbrücke bietet sich ein guter Überblick über die Gleisanlagen in Kirchhain. Am rechten Bahnsteig halten die Züge der Main-Weser-Bahn, der linke Bahnsteig gehörte zur Ohmtalbahn nach Burg- und Nieder-Gemünden. Dort, wo die Autos stehen, lag früher ein zweites Gleis. Der Bahnsteig der Wohratalbahn befand sich ursprünglich rechts des Bahnhofsgebäudes, wo ebenfalls schwach parkende Autos zu erkennen sind. Später fuhren die Züge nach Gemünden ebenfalls am Bahnsteig der Ohmtalbahn ab.
Dort, wo einst der Bahnsteig der Wohratalbahn lag, fahren heute Busse ab. Im Hintergrund befand sich die Ausfahrt in Richtung Gemünden, die parallel zur Main-Weser-Bahn Richtung Marburg verlief.
Noch im Bahnhofsbereich befindet sich diese zweibogige, von der Main-Weser-Bahn heute noch genutzte Brücke über den Steinweg.
Bei Kilometer 0,87 haben sich die Trassen von Main-Weser-Bahn und Wohratalbahn schon deutlich getrennt und überqueren auf separaten Brücken einen Feldweg. Im linken Bild befindet sich die Brücke der Wohratalbahn im Vordergrund, jene der Main-Weser-Bahn ist im Brückenbogen zu sehen. Direkt im Anschluss an die Brücke wurde der Damm der Wohratalbahn 1983 abgetragen. An seiner Stelle befinden sich heute Kleingärten.
Die Wohrabrücke der Gemündener Strecke wurde – ebenfalls 1983 – gesprengt. Im linken Bild ist die vierbogige Wohrabrücke der Main-Weser-Bahn zu sehen, die zweibogige und wesentlich höhere Brücke der Wohratalbahn befand sich nur wenige Meter dahinter.
Direkt auf die steinerne Wohrabrücke folgte eine Stahlfachwerkbrücke über die Main-Weser-Bahn, die direkt mit dem Gleisabbau 1982 ausgebaut wurde. Von ihr existiert immerhin noch das nördliche Widerlager.
Am Ortsausgang von Kirchhain überquerte die Strecke ein zweites Mal die L3089.
Westlich von Kirchhain findet sich zunächst eine Feldwegunterführung und kurz darauf eine kleine Flutbrücke.
An einem ehemaligen Feldwegübergang bei Himmelsberg hat der örtliche Verschönerungsverein zur Erinnerung an die Wohratalbahn rechts und links des Weges zwei kurze Stücke Gleis verlegt.
Am Haltepunkt Haartmühle sind das ehemalige Gleisbett und andeutungsweise auch noch der Bahnsteig zu erkennen (rechts im linken Bild). Außer der Haartmühle selbst gibt es in direkter Umgebung keine weiteren Ansiedlungen. Die größte Bedeutung dürfte der Haltepunkt für das zwei Kilometer entfernte Himmelsber gehabt haben. Dorthin gibt es auch heute noch einen Fußweg. Die ebenfalls noch vorhandenen Geländer stammen noch aus Bahnzeiten.
Zwischen dem Haltepunkt Haartmühle und Rauschenberg finden sich diese beiden Feldwegunterführungen.
Das ehemalige Güterbahnhofsgelände in Rauschenberg liegt heute größtenteils brach. Außer dem kleinen Gebäude im rechten Bild zeugt heute kaum noch etwas von der ehemaligen Nutzung der großen freien Fläche.
Rauschenberg war einst der wichtigste Unterwegsbahnhof der Strecke Kirchhain–Gemünden. Das Empfangsgebäude ist heute ein privates Wohnhaus. Beide Bilder zeigen die Stadtseite, die Gleisseite ist heute nicht mehr zugänglich.
An der nördlichen Bahnhofsausfahrt finden überquerte die Strecke zunächst einen Bach und danach die L3077. Auch diese Brücke wurde bereits abgerissen.
Rund einen Kilometer nördlich von Rauschenberg befindet sich diese Brücke über einen trockenen Graben. Während die Trasse bis hierhin noch fast vollständig erhalten ist, verliert sie sich im weiteren Verlauf bis Wohra immer wieder in Wiesen und Feldern.
Dieser Haltepunkt befindet sich in der Streusiedlung Wambach; der Ort Ernsthausen liegt ca. 500 entfernt auf der gegenüberliegenden Talseite. Das linke Bild zeigt das heute privat bewohnte Empfangsgebäude von der Gleisseite aus, das rechte vermutlich das ehemalige Abortgebäude.