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Der Bahnhof Gilserberg liegt ungefähr in der Mitte zwischen Gilserberg und Moischeid. Beide Orte sind jeweils rund einen Kilometer von der Haltestelle entfernt. Während das Empfangsgebäude offensichtlich privat bewohnt wird, nutzt das Gelände des Güterbahnhofs eine Firma als Lagerplatz. Einst gab es hier zwei Bahnsteiggleise sowie ein einseitig und ein beidseitig angebundenes Freiladegleis.
Am Westrand von Moischeid wird zunächst ein Feldweg unter dem Bahndamm hindurchgeleitet. Kurz darauf folgt ein Durchlass des Baches, den die Strecke am östlichen Rand des Ortes bereits schon einmal überquert hatte.
Auch dieser Wegdurchlass befindet sich am Westrand von Moischeid.
Am Bahnübergang mit der Straße €žZum Spielplatz€œ befand sich der erst 1953 eingerichtete Haltepunkt Moischeid; allerdings ist nicht mehr erkennbar auf welcher Seite der Straße er lag. Außer den Schienenresten im Asphalt erinnert hier nämlich nichts mehr an die Bahn.
Am Moischeider Schwimmbad wird ein weiterer Weg unter dem Bahndamm hindurchgeführt, rund 500 Meter weiter überquert die L3155 von Moischeid nach Gemünden auf einer ziemlich ramponierten Brücke die nun in einem Einschnitt verlaufende Strecke.
Zwischen Moischeid und Gemünden überquert die Kellerwaldbahn die Wasserscheide zwischen Gilsa und Wohra. Ihren mit 380m ü. NN höchsten Punkt erreicht sie ungefähr bei der im linken Bild zu sehenden Feldwegbrücke. Zwischen dieser und der nächsten Brücke der L3155 über die Strecke befand sich eine Ausweichstelle für Militärzüge mit 300 Meter langem Nebengleis. Diese wurde bereits mit Ende des ersten Weltkrieges wieder entbehrlich und wurde bald darauf abgebaut.
Nur etwa 700 Meter weiter kreuzte die Bahn ein drittes Mal die L3155, diesmal allerdings auf einer mittlerweile nicht mehr vorhandenen Überführung. Auf der Straße waren die beiden Brücken ungefähr doppelt so weit entfernt. Die nächste Brücke führt über einen Waldweg und ist bis auf die Geländer wieder vollständig erhalten.
Im Bereich der nächsten Waldwegbrücke, bei der bereits der Überbau fehlt, ist der Bahndamm teilweise abgetragen worden. Kurz nach dem Verlassen des Waldes folgt die im rechten Bild zu sehende Bachbrücke.
Von der Brücke über die L3296 von Gemünden nach Dodenhausen ist heute kaum noch etwas zu finden. Sie befand sich zwischen dem jeweils ersten und zweiten Leitpfosten auf dem linken Bild. Die nächste Brücke über einen Feldweg ist dagegen wieder komplett erhalten.
Die Brücke über die Wohra wird heute trotz fehlender Geländer als Feldwegbrücke genutzt. Das linke Bild zeigt die Ansicht von Süden, das rechte die von Norden.
Nördlich von Gemünden gab es zwei Brücken, die heute nicht mehr existieren: Die Überführung der K 109 nach Ellnrode (im linken Bild im Bereich der Leitplanken) und die Unterführung der L3073 nach Frankenberg (im rechten Bild bei der Senke in der Straße).
Ebenfalls noch im Norden von Gemünden befinden sich diese beiden Brücke über zwei Äste der Schweinfe. Die Brücke über den östlichen Ast teilt sich die Bahn mit einem Weg; am westlichen Ast besitzen Bahn und Weg getrennte Brücken.
Das Gelände des Gemündener Bahnhofs ist größtenteils abgesperrt und liegt brach. Da von hier aus die Strecken nach Zimmersrode, Kirchhain und Frankenberg bedient werden sollten, bekam Gemünden eine eigene Lokstation mit zweiständigem Lokschuppen, der im Falle eines Baus der Frankenberger Strecke auf drei Stände hätte erweitert werden sollen. Im Bild links die Ruine des Lokschuppens, rechts die langsam zuwachsende Bekohlungsanlage.
Da die Kellerwaldbahn ursprünglich von Gemünden aus weiter bis Frankenberg gebaut werden sollte, gleichzeitig aber auch der Bau der Wohratalbahn nach Kirchhain bereits abzusehen war, legte man im äußersten Norden von Gemünden einen Kopfbahnhof an. Auf diese Art und Weise hätten durchgängige Züge Zimmersrode–Frankenberg beim Kopfmachen keine unnötig langen Wege zurücklegen brauchen und der Süden der Stadt konnte durch die Wohratalbahn trotzdem erschlossen werden. Der Bahnhof selbst war für den Bau der Frankenberger Strecke vorbereitet; z. B. war der Unterbau für die zusätzlichen Gleise bereits vorhanden.
Das linke Bild zeigt die Gleisseite des heute als Gaststätte genutzten Bahnhofs von einer Straße aus, die mitten über das ehemalige Gleisfeld führt. Im Gebüsch ist ein Schienenbus zu erahnen, der durch die Gaststättenbetreiber restauriert wurde und heute als zusätzlicher Gastraum dient. Das rechte Bild zeigt die Straßenseite des Bahnhofs.