Navigation: Hauptseite > Strecke Bad Wildungen – Korbach
| Streckenlänge: | Bad Wildungen – Gleisdreieck Wega | 2,5 km |
| Gleisdreieck Wega – Abzweig e.on-Anschlussbahn | 6,1 km | |
| Abzweig e.on-Anschlussbahn – Korbach | 31,0 km | |
| Abzweig e.on-Anschlussbahn – Hemfurth-Edersee | 5,8 km | |
| Bad Wildungen – Korbach | 39,6 km | |
| Bad Wildungen – Hemfurth-Edersee | 14,4 km | |
| Eröffnung: | Bad Wildungen – Gleisdreieck Wega | 15.07.1884 |
| Gleisdreieck Wega – Buhlen | 01.02.1909 | |
| Buhlen – Waldeck | 01.05.1911 | |
| Waldeck – Korbach | 01.06.1912 | |
| Bergheim-Giflitz – Hemfurth-Edersee (Güterverkehr) | 01.02.1909 | |
| Bergheim-Giflitz – Hemfurth-Edersee (Personenverkehr) | 01.05.1996 | |
| Einstellung: | Bad Wildungen – Korbach (Güterverkehr) | 02.01.1992 |
| Bergheim-Giflitz – Korbach (Gesamtverkehr) | 27.05.1995 | |
| Gleisdreieck Wega – Bergheim-Giflitz - Hemfurth-Edersee (Gesamtverkehr) | 03.10.2001 |
Die Ederseebahn ist ein Teil der ehemals
durchgängigen Bahnverbindung Wabern–Brilon-Wald, deren
Geschichte 1884 mit der Eröffnung der 17,2 km langen
Stichstrecke von Wabern nach Bad Wildungen begann. Zum Bau der Edertalsperre benötigte
man eine Eisenbahnstrecke
nach Hemfurth, die am einfachsten an die bestehende Strecke angeschlossen werden
konnte. Da ein Weiterbau der bestehenden Strecke wegen der Berge nördlich von
Bad Wildungen kaum möglich gewesen wäre, wurde im 2,5 Kilometer entfernten Wega
als Abzweig ein Gleisdreieck errichtet. Ab 1909 wurde die Strecke Stückchen für
Stückchen weitergebaut. 1912 war Korbach erreicht, 1917 war
die Strecke durchgängig befahrbar.
Im zweiten
Weltkrieg erlangte die Strecke einige Bedeutung als Umleitung
für Züge von Kassel in Richtung Ruhrgebiet. Dies
wurde ihr gleichermaßen zum Verhängnis: Gut sieben
Wochen vor Kriegsende wurde der Selbacher Viadukt bei einem
Bombenangriff stark beschädigt. Der Wiederaufbau dauerte ungefähr
ein Jahr.
In der Nachkriegszeit verhalf das bis 1991
verkehrende D-Zug-Paar Amsterdam–Hagen–Brilon-Wald–Bad Wildungen
der Strecke zu einiger Prominenz. Obwohl der Personenverkehr auf der
Strecke bis zum Schluss noch recht ansehnlich war, wurde er
1995 eingestellt. Begründet wurde das
hauptsächlich mit der Baufälligkeit des Buhlener Viadukts und der abzusehenden
Notwendigkeit einer Sanierung
des Selbacher Viadukts.
Nichtsdestotrotz wurde
die Strecke später ins Netz der Kurhessenbahn integriert und
war bis etwa zum Jahr 2000 Reaktivierungskandidat. Mittlerweile ist ihr
Schicksal aber größtenteils besiegelt: Zwischen
Buhlen und Korbach wird sie in den Jahren 2008 bis 2010 zum Radweg umgebaut. Der Abschnitt
Wega–Bergheim-Giflitz und die e.on-Anschlussbahn nach Hemfurth-Edersee
waren für eine Reaktivierung des Wochenendverkehrs vorgesehen, die aus finanziellen
Gründen jedoch wieder fallengelassen wurde. Neue Pläne sehen dort eine Draisinenbahn vor.
Bad Wildungen – Bergheim-Giflitz (Zustand August 2005)
Verbindungskurve Wega (Zustand August 2005)
Bergheim-Giflitz – Buhlen (Zustand Juli 2005)
e.on-Anschlussbahn (Zustand Juli 2005)
Buhlen – Waldeck (Zustand Juli 2005)
1. Anschluss Mauser-Werke (Zustand Juli 2005)
2. Anschluss Mauser-Werke (Zustand Juli 2005)
Waldeck – Selbach (Zustand Juni 2005)
Selbach – Höringhausen (Zustand Mai/Juni 2005)
Höringhausen – Korbach (Zustand April/Mai 2005)
Buhlen – Korbach (Historische Fotos)