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Ursprünglich wurde dieser Bahnhof für die beiden Orte Bergheim und Giflitz erbaut, die jeweils rund 500m entfernt von ihm liegen. Mit der Zeit hat sich jedoch rund um den Bahnhof ein neuer Ort gebildet, der heute als Bergheim-Giflitz bekannt ist. Das charakteristische Bahnhofsgebäude dient mittlerweile als Wohnhaus. Während das Gebäude selbst vorzüglich renoviert ist, wirkt das Gelände eher wie ein Autofriedhof. Das einst vorhandene zweite Gleis scheint schon vor längerer Zeit verschwunden sein.
Am Ende des Bahnhofes mündet zuerst das ehemalige Nebengleis in die Strecke ein. Nur wenige Meter weiter zweigt an einer weiteren Weiche ein Ladegleis zum im Hintergrund erkennbaren Raiffeisengebäude ab.
Wiederum nur wenige Meter weiter überqueren beide Gleise zum dritten und letzten
Mal die L3086. Die einst vorhandenen Schranken sind mittlerweile verschwunden.
Das Nebengleis führt zuerst an den Verladeanlagen des Raiffeisengebäudes entlang, um danach an dem im rechten Bild zu sehenden Prellbock zu enden.
In den Ederauen überquert die Bahnlinie auf einer recht modern wirkenden Brücke einen Radweg und einen trockenen Graben.

Auf dieser imposanten Fachwerkbrücke von 1948 überquert die Strecke zwischen Bergheim-Giflitz und Bergheim die Eder.
Mittels dieser schmalen Betonbogenbrücke wird die L3383 unter der Bahnlinie hindurchgeführt.
In der Nähe von Bergheim zweigt die Anschlussbahn zu den e.on-Kraftwerken (ehemals Preußen-Elektra) in Hemfurth-Edersee von der Strecke nach Korbach ab. Sie wurde ursprünglich zum Bau der Edertalsperre errichtet, der von 1908 bis 1914 andauerte. Auf dem Foto ist rechts das Gleis nach Korbach zu sehen, das seit 1995 nicht mehr befahren wird, links daneben das noch bis 2001 genutzte Gleis nach Hemfurth-Edersee. Das Gleis ganz links ist ein Stumpfgleis, das mittlerweile zum größten Teil im Gebüsch verschwunden ist.
Ebenfalls noch in der Nähe von Bergheim kreuzt die Bahnlinie den im linken Bild zu sehenden Feldweg. Am Ortsrand von Lieschensruh wird ein weiterer Feldweg mithilfe einer Brücke über den Bahngraben geführt.
Auf den Bahngraben im letzten Bild folgt ein recht hoher Damm, unter dem ebenfalls am Ortsrand von Lieschensruh ein Wirtschaftsweg hindurchgeführt wird. An der Westseite des Tunnels ist das Baudatum 1907 zu lesen.

Auf einem beeindruckenden 6-bogigen, 135 m langen und 33,7 m hohen Betonviadukt
überquert die Bahnstrecke das Tal der
Netze, in dem auch die B 485 verläuft. Oben links ein Blick über das
Gitter an der östlichen Zufahrt zur
Brücke, unten rechts die ebenfalls vergitterte westliche
Zufahrt. Auf dem 2. und 3. Bild zwei Ansichten von Süden.
Der
marode Viadukt war der Hauptgrund für die Einstellung des
Verkehrs 1995. Da seine Pfeiler auf moorigem Untergrund stehen, war es
nur eine Frage der Zeit, bis die Statik ein sicheres
Überqueren der Brücke nicht mehr zuließ.
Züge durften den Viadukt zuletzt nur noch im Schritttempo
befahren. Heute warnen am Fuß der Brücke Schilder
vor herabfallenden Trümmerteilen.
Unweit des Buhlener Viaduktes wird ein Feldweg unter dem Bahndamm hindurchgeführt. Ein zweiter Feldweg quert die Bahnlinie kurz vor dem Buhlener Güterbahnhof.
Im Gegensatz zum Bahnhof Bergheim-Giflitz gibt es in Buhlen keine Weichen mehr. Dennoch sind die erstaunlich umfangreichen Gleisanlagen des Güterbahnhofes noch gut zu erkennen. Im linken Bild eine ehemalige Laderampe, die sich rechts neben dem Hauptgleis befindet, links das Schotterbett eines ehemaligen Nebengleises, diesmal auf der gegenüberliegenden Seite.
Das Bahnhofsgebäude von Buhlen ist mittlerweile rundum von Bäumen und Gebüsch umgeben. Es scheint jedoch bewohnt zu sein. Im linken Bild die ehemalige Gleisseite, rechts die Zugangsseite. Obwohl die Strecke am Ortsrand von Buhlen entlangführt, liegt der Bahnhof rund einen Kilometer südlich des Ortes an der Straße nach Affoldern.