Bad Wildungen – Bergheim-Giflitz

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Bahnhof Bad Wildungen (km 0,00)

Bahnhof Bad Wildungen Gleisseite Bahnhof Bad Wildungen Zugangseite

Bad Wildungen war von 1884 bis 1909 Endpunkt der Strecke aus Wabern. Um die Berge nördlich von Bad Wildungen zu umgehen entschied man sich beim Bau der Strecke nach Korbach, diese nicht in Bad Wildungen sondern bei km 14,7 in der Nähe von Wega von der bestehenden Strecke abzweigen zu lassen und gleichzeitig eine Verbindungskurve zu bauen, um Güterzügen das Kopfmachen zu ersparen. Gleichzeitig wurde in Wega ein zweiter Haltepunkt an der neuen Strecke eingerichtet, damit Passagiere, die aus Richtung Korbach kamen oder in diese Richtung wollten, nicht den Umweg über Bad Wildungen fahren musten.
Das Bahnhofsgebäude wurde erst vor kurzem saniert. In ihm ist heute ein Gründerzentrum untergrbracht. Von den Gleisen im Bad Wildunger Bahnhof sind mittlerweile nur noch das verküzte Bahnsteiggleis und der Rest des ehemaligen Lokumlaufgleises vorhanden. Im Foto links ein GTW 2/6 der Kassel-Naumburger Eisenbahn, die den Verkehr auf der Strecke Wabern - Bad Wildungen abwickelt.

Einfahrt Gleisdreieck Wega (km 2,50)

Einfahrt Gleisdreieck Wega Einfahrt Gleisdreieck Wega

Bei Kilometer 2,5 trennen sich die Strecken nach Wabern (rechts) und Korbach (links). Vervollständigt wurde das Gleisdreieck durch eine Verbindungskurve für die Relation Wabern - Korbach, die meines Wissens ausschließlich dem Güterverkehr diente. Sie wurde ca. 2003 abgebaut.

zur Einfahrt ins Gleisdreieck aus Richtung Wabern

Ehemaliges Flügelsignal und Wegdurchlass

Umgefallenes Flügelsignal Wegdurchlass

Nur wenige Meter weiter findet sich dieses alte Flügelsignal auf dem Gleis. Es scheint umgefallen zu sein, nachdem sein Fuß durchgerostet war.
Direkt danach wird der Weg zur Wegaer Mühle überquert.

Haltepunkt Wega Mühle (km 2,8)

Haltepunkt Wega Mühle Zugang Haltepunkt Wega Mühle

Der Haltepunkt Wega Mühle war eigentlich ein Teil des Bahnhofs Wega. Außer dem einstigen Bahnsteig und einem Fernsprecherkasten findet man dort allerdings nichts mehr. Der Bahnsteig befindet sich an der Außenseite des Gleisdreiecks und ist nur über den im rechten Bild zu sehenden Pfad zu erreichen, der im Hintergrund (aus Richtung Wega) die Bahnlinie unterquert und im Vordergrund weiter zur Wegaer Mühle führt. Der Zugang zum Bahnsteig erfolgte über das kleine Brückchen und den steilen Pfad auf der rechten Seite des Bildes.

Brücke bei Wega Mühle und Ende des Gleisdreiecks

Brücke beim Haltepunkt Wega Mühle Signal am Gleisdreieck Wega

Im linken Bild noch einmal eine Komplettansicht der Brücke. Auf ihr treffen die beiden Äste des Gleisdreiecks aufeinander. Die Weiche ist noch vorhanden, mittlerweile aber im Gebüsch verschwunden. Im rechten Bild befindet sie sich nur kurz hinter dem noch erhaltenen Formsignal für Züge aus Bad Wildungen. Das Signal für Züge aus Richtung Wabern ist mittlerweile verschwunden.

Südportal Wegaer Tunnel (km 2,98)

Südportal Wegaer Tunnel Detail Südportal

Nur wenige Meter nach der Weiche beginnt auch schon der 173m lange Wegaer Tunnel, dessen südliches Portal so langsam komplett im Dickicht versinkt.  Auf dem rötlich gestrichenen Beton des Tunnelrandes findet sich noch ein verblichener Hinweis auf den Tunnel.

Nordportal Wegaer Tunnel (km 3,15)

Nordportal Wegaer Tunnel

Das Nordportal des Wegaer Tunnels ist noch nicht so stark zugewachsen. Bis auf die Natursteinverblendungen im oberen Bereich ist es baugleich zum Südportal.

Brücke (km 3,59) und Bachdurchlass

Feldwegbrücke Bachdurchlass

Die Bahnlinie führt zunächst parallel zur L3086 und überquert zuerst einen Waldweg und danach einen trockenen Graben.

Brücke über die L3086 (km 4,03)

Brücke über die L3086

Danach wird die L3086 selbst auf einer Betonbrücke überquert.

Bahnübergang und Brücke bei Anraff

Bahnübergang Bachbrücke

Vor dem Erreichen von Anraff kreuzt die Strecke zunächst einen Wirtschaftsweg und überquert kurz darauf einen weiteren trockenen Graben. Auf diesem Teil der Strecke fuhren nach Einstellung des regulären Personenverkehrs von 1996 bis 2001 regelmäßig Sonderzüge zum Edersee. Da die Signaltechnik zu dieser Zeit jedoch schon außer Betrieb war, sind die meisten Signale entlang der Strecke ausgekreuzt.

Haltepunkt Anraff (km 5,4)

Bahnsteig Anraff Haltepunkt Anraff

In Anraff halten trotz des Ederseeverkehrs seit 1995 keine Züge mehr. Neben der Wartehalle, dem einsamen Laternenmast und dem Stationsschild existiert hier sogar noch die alte Fahrplantafel, an der sich jedoch kein Fahrplan mehr findet.

Bahnübergänge zwischen Anraff und Bergheim-Giflitz

Bahnübergang in Anraff Bahnübergang L3086
Bahnübergang Wirtschaftsweg Bahnübergang Feldweg

Direkt nach dem Haltepunkt Anraff überquert die Strecke eine Straße. An drei weiteren Bahnübergängen werden die L3086 sowie zwei Feldwege gekreuzt.

Güterbahnhof Bergheim-Giflitz

Einfahrweiche Bergheim-Giflitz Ladestraße

An der Einfahrt in den Güterbahnhof Bergheim-Giflitz liegt bis heute ein ins Nichts führende Weiche. Parallel zum heute noch existierenden Gleis gab es noch zwei weitere Gleise, von denen das rechte an der im rechten Bild noch zu erkennenden Ladestraße entlangführte.

Bahnhof Bergheim-Giflitz (km 7,24)

Bahnhof Bergheim-Giflitz Bahnhof Bergheim-Giflitz

Ursprünglich wurde dieser Bahnhof für die beiden Orte Bergheim und Giflitz erbaut, die jeweils rund 500m entfernt von ihm liegen. Mit der Zeit hat sich jedoch rund um den Bahnhof ein neuer Ort gebildet, der heute als Bergheim-Giflitz bekannt ist. Das charakteristische Bahnhofsgebäude dient mittlerweile als Wohnhaus. Während das Gebäude selbst vorzüglich renoviert ist, wirkt das Gelände eher wie ein Autofriedhof. Das einst vorhandene zweite Gleis scheint schon vor längerer Zeit verschwunden sein.

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