Dietzhölztalbahn

Dillenburg–Ewersbach

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Streckenverlauf
16,2 Anschluss Omnical
15,9 Ewersbach
13,4 Steinbrücken
11,7 Anschluss Buderus Eibelshausen
11,5 Eibelshausen
8,0 Wissenbach
5,5 Frohnhausen (Dillkr)
5,2 Anschluss Kupferwerk
3,6 Anschluss Umspannwerk
2,3 Dillenburg Nord
2,2 Anschluss Dillenburg Stahlwerk
1,2 Dillenburg Kurhaus
  Dillstrecke von Haiger
0,0 Dillenburg
  Scheldetalbahn nach Wallau
  Dillstrecke nach Gießen
Stand: Juli 2008

Daten:

Streckenlänge:   16,2 km
 
Eröffnung:   01.05.1892
 
Einstellung: Dillenburg–Ewersbach (Personenverkehr) 29.05.1987
Dillenburg Stahlwerk–Ewersbach (Güterverkehr) 01.01.2001
 

Geschichte der Strecke

In den ursprünglichen Planungen war die Dietzhölztalbahn nicht nur zum Anschluss der Gewerbebetriebe im gleichnahmigen Tal, sondern auch als Alternativroute von Dillenburg nach Siegen (die Strecke durch den Rudersdorfer Tunnel gab es noch nicht) vorgesehen. Dazu sollte sie vom späteren Endpunkt in Ewersbach über Rittershausen, Hainchen, Deuz und Netphen nach Weidenau weiterführen, wodurch der Bau eines ca. 1,6 Kilometer langen Tunnels unter der Haincher Höhe hindurch vonnöten gewesen wäre. Aus Kostengründen, und weil man der Anbindung des Johannlands keine große Bedeutung beimaß, wurden diese Pläne wieder begraben. Abgesehen von dem Tunnelabschnitt wurde die Strecke durch die Täler von Werthenbach und Sieg aber später doch noch verwirklicht – allerdings als Kleinbahn.
Obwohl sich die beiden in Dillenburg von der Dillstrecke abzweigenden Nebenbahnen stets eine Nummer im Kursbuch teilen mussten, handelt es sich dabei doch um zwei voneinander unabhängige – und zugleich sehr unterschiedliche – Strecken. Im Gegensatz zur Scheldetalbahn waren beim Bau der Dietzhölztalbahn kaum topographische Hindernisse zu überwinden. Statt Gruben und Hütten bediente sie zahlreiche, zumeist metallverarbeitende Gewerbebetriebe und schließlich erschloss sie im Dietzhölztal auch ein wesentlich größeres Fahrgastpotential als in den relativ dünn besiedelten Tälern von Schelde und Gansbach.
Doch trotz der – insbesondere nach dem Gruben- und Hüttensterben im Schelder Wald – wesentlich besseren Ausgangssituation endete der Personenverkehr der Ewersbacher Strecke bereits einen Tag früher als der der Wallauer. Zwar keimten sofort Bemühungen auf, den noch recht regen Schüler- und Pendlerverkehr wieder aufleben zu lassen, doch daraus wurde nichts. Güterzüge rollten noch 13 weitere Jahre nach Ewersbach; Ende 2000 war damit jedoch abrupt Schluss: Es wurde fortan nur noch der Anschluss des Dillenburger Stahlwerkes bedient.

Fotos der einzelnen Abschnitte

Quellen und weiterführende Literatur

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