Daten:
| Streckenlänge: |
Grünberg–Londorf |
12,7 km |
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Londorf–Lollar |
14,1 km |
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Grünberg–Lollar |
26,8 km |
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| Eröffnung: |
Grünberg–Londorf |
01.08.1896 |
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Londorf–Lollar |
01.06.1902 |
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| Einstellung: |
Grünberg–Londorf (Gesamtverkehr) |
26.05.1963 |
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Londorf–Lollar (Personenverkehr) |
30.05.1981 |
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Londorf–Mainzlar (Güterverkehr) |
01.01.1991 |
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| Streckenabbau: |
Grünberg–Londorf |
1965 |
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Geschichte der Strecke
Erste Pläne zum Bau einer Bahnstrecke Lollar–Londorf kamen im Jahr 1881 auf, kurz darauf wurde eine Verlängerung nach Grünberg
oder Mücke an der Vogelsbergbahn in die Diskussion aufgenommen. Die Hauptgründe für den Bau waren der zunehmende Pendlerverkehr aus den
Orten im Lumdatal Richtung Gießen und die Erschließung der dortigen Basalt- und Quarzitgruben.
1890 wurde der Bau der Strecke beschlossen. Da anschließend Diskussionen über den Streckenverlauf zwischen Londorf und Lollar aufkamen,
begann man zunächst mit dem Abschnitt Grünberg–Londorf, der sechs Jahre später fertiggestellt werden konnte. Danach ruhte der Bau zunächst.
Erst nach Protesten aus der Bevölkerung wurde zwischen 1900 und 1902 die Weiterführung nach Lollar realisiert.
Der Verkehr auf dem älteren Streckenteil blieb deutlich hinter dem zwischen Lollar und Londorf zurück. Nach dem Wegfall des letzten wichtigen Güterkunden
in Kesselbach wurden schnell Nägel mit Köpfen gemacht: Grünberg–Londorf wurde 1963 stillgelegt und nur zwei Jahre später abgebaut.
Ab Mitte der Siebzigerjahre versuchte die Bundesbahn, auch auf der Reststrecke den Personenverkehr einzustellen, was zunächst durch Proteste von Bürgern und
Gemeinden verhindert werden konnte. Bei der großen Stilllegungswelle 1980/81 erwischte es jedoch auch die Lumdatalbahn.
Der Güterverkehr nach Londorf konnte sich noch zehn weitere Jahre halten, danach wurden nur noch die Didierwerke in Mainzlar bedient. In der Zwischenzeit hatte sich
ein Verein gegründet (die heutige Lumdatalbahn AG), der sich zum Ziel gesetzt hat, den noch vorhandenen Teil der Lumdatalbahn zu erhalten und möglichst bald
einen attraktiven Nahverkehr auf der Strecke einzurichten.