Lumdatalbahn

Grünberg (Oberhess)–Lollar

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Streckenverlauf
    Vogelsbergbahn von Gießen
    Butzbach-Licher Eisenbahn v. Lich
0,0   Grünberg (Oberhess)
    Vogelsbergbahn nach Fulda
3,2   Beltershain
4,9   Lumda
5,x   Unterquerung der A 5
8,0   Geilshausen
9,9   Odenhausen
11,3   Kesselbach
12,7   Londorf
14,5   Lumdabrücke
16,1   Allendorf (Lumda)
18,8   Treis (Hess)
21,9    
22,1   Anschluss Didier-
22,5   Werke Mainzlar
23,0   Mainzlar Hp für Sonderverkehr
23,9   Daubringen Hp für Sonderverkehr
26,3   Main-Weser-Bahn von Kassel
   
26,7 Lollar Inselbahnhof
   
  Kanonenbahn nach Wetzlar
    Main-Weser-Bahn nach Gießen
Stand: August 2006

Daten:

Streckenlänge: Grünberg–Londorf 12,7 km
  Londorf–Lollar 14,1 km
  Grünberg–Lollar 26,8 km
 
Eröffnung: Grünberg–Londorf 01.08.1896
Londorf–Lollar 01.06.1902
 
Einstellung: Grünberg–Londorf (Gesamtverkehr) 26.05.1963
Londorf–Lollar (Personenverkehr) 30.05.1981
Londorf–Mainzlar (Güterverkehr) 01.01.1991
 
Streckenabbau: Grünberg–Londorf 1965
 

Geschichte der Strecke

Erste Pläne zum Bau einer Bahnstrecke Lollar–Londorf kamen im Jahr 1881 auf, kurz darauf wurde eine Verlängerung nach Grünberg oder Mücke an der Vogelsbergbahn in die Diskussion aufgenommen. Die Hauptgründe für den Bau waren der zunehmende Pendlerverkehr aus den Orten im Lumdatal Richtung Gießen und die Erschließung der dortigen Basalt- und Quarzitgruben.
1890 wurde der Bau der Strecke beschlossen. Da anschließend Diskussionen über den Streckenverlauf zwischen Londorf und Lollar aufkamen, begann man zunächst mit dem Abschnitt Grünberg–Londorf, der sechs Jahre später fertiggestellt werden konnte. Danach ruhte der Bau zunächst. Erst nach Protesten aus der Bevölkerung wurde zwischen 1900 und 1902 die Weiterführung nach Lollar realisiert.
Der Verkehr auf dem älteren Streckenteil blieb deutlich hinter dem zwischen Lollar und Londorf zurück. Nach dem Wegfall des letzten wichtigen Güterkunden in Kesselbach wurden schnell Nägel mit Köpfen gemacht: Grünberg–Londorf wurde 1963 stillgelegt und nur zwei Jahre später abgebaut.
Ab Mitte der Siebzigerjahre versuchte die Bundesbahn, auch auf der Reststrecke den Personenverkehr einzustellen, was zunächst durch Proteste von Bürgern und Gemeinden verhindert werden konnte. Bei der großen Stilllegungswelle 1980/81 erwischte es jedoch auch die Lumdatalbahn.
Der Güterverkehr nach Londorf konnte sich noch zehn weitere Jahre halten, danach wurden nur noch die Didierwerke in Mainzlar bedient. In der Zwischenzeit hatte sich ein Verein gegründet (die heutige Lumdatalbahn AG), der sich zum Ziel gesetzt hat, den noch vorhandenen Teil der Lumdatalbahn zu erhalten und möglichst bald einen attraktiven Nahverkehr auf der Strecke einzurichten.

Fotos der einzelnen Abschnitte

Quellen und weiterführende Literatur

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