Scherfede–Holzminden

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Streckenverlauf
  nach Kreiensen
332,6   Holzminden
  von Ottbergen
329,3   Lüchtringen-Steinkrug
325,2  
325,0   Fürstenberg (Weser)
324,5   Anschluss Glashütte Becker
323,8   Boffzen
~322,2  
322,0   Fürstenberger Weserbrücke
Sollingbahn von Ottbergen
320,0 Abzweig Wildberg/Abzweig Steinberg
„Engländerkurve“ (Länge: 1,1 km)
318,5 Wehrden (Weser) (Inselbf)
316,9 Sollingbahn nach Bodenfelde
315,7   Blankenau (Weser)
313,3   Beverungen
312,2   Beverungen Lindenstraße
309,6   Block Roggenthal
308,1   Roggental
306,6   Biesberg
305,0   Dalhausen (Kr Höxter)
301,9   Borgholz
301,1  
300,3   Natzungen
296,6   Schweckhausen (ehem. Bk)
294,0   Eissen
293,4   Anschluss Raiffeisen Eissen
291,4   Anschluss Lügger bzw. Ising
288,8   Engar
Kassel-Warburger Wellpappefabrik
288,2 Verbindungskurve Nörde
287,4 Nörde (Turmbf)
Strecke Altenbeken–Warburg
  Obere Ruhrtalbahn nach Warburg
283,4   Scherfede
  Obere Ruhrtalbahn von Brilon-Wald
Stand: Februar 2008

Daten:

Streckenlänge: Scherfede–Nörde 3,9 km
Nörde–Wehrden 31,1 km
Wehrden–Holzminden 14,1 km
Scherfede–Holzminden 49,2 km
Verbindungskurve Nörde 1,3 km
Abzw Wildberg–Abzw Steinberg 1,1 km
 
Eröffnung: Scherfede–Holzminden 15.10.1876
Verbindungskurve Nörde um 1906
Abzw Wildberg–Abzw Steinberg 01.09.1946
 
Einstellung: Scherfede–Holzminden (Personenverkehr) 02.06.1984
Scherfede–Nörde (Güterverkehr) 10.06.2001
Nörde–Borgholz (Güterverkehr) 31.05.1992
Borgholz–Beverungen (Güterverkehr) 30.05.1984
Beverungen–Holzminden (Güterverkehr) 31.05.1992
Verbindungskurve Nörde 1960er
Abzw. Wildberg–Abzw Steinberg 11.12.1964
 
Streckenabbau: südl. Boffzen–Fürstenberg 2003
Abzw Wildberg–Abzw Steinberg um 1965
 

Geschichte der Strecke

1870 kauften die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft und die Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahngesellschaft gemeinsam die in finanziellen Schwierigkeiten steckende Braunschweigische Staatseisenbahn, durch deren übernahme sich beide Eisenbahngesellschaften Anteile am lukrativen Verkehr zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin versprachen. Zu diesem Zwecke existierte bereits die Strecke Holzminden–Kreiensen–Jerxheim–Oschersleben–Magdeburg–Berlin; die Obere Ruhrtalbahn war gerade in Bau. Es fehlte also nur noch eine Verbindung zwischen beiden Strecken, die bis 1876 zwischen Scherfede und Holzminden verwirklicht wurde.
Anfangs entwickelte sich der Verkehr auf der Strecke gut, mit der preußischen Verstaatlichungswelle um 1882 jedoch änderte sich das schnell wieder. Der Verkehr zwischen Ruhrgebiet und Berlin konzentrierte sich fortan auf die Strecke über Hamm und Lehrte; die Scherfede–Holzmindener Bahn verlor die meisten Fernzüge. Trotz alldem wurde die Strecke bis 1907 zweigleisig ausgebaut.
Nach dem zweiten Weltkrieg verlor der Ost-West-Verkehr rapide an Bedeutung, was die Strecke Scherfede–Holzminden schnell in der Versenkung verschwinden ließ. Das zweite Gleis zwischen Scherfede und Wehrden wurde kurz nach dem Krieg abgebaut; auf dem Nordabschnitt blieb es bis 1960 noch liegen, da dieser als Umleitung für die gesprengte Corveyer Weserbrücke gebraucht wurde.
Die Trassierung als Fernbahn wurde der Strecke schließlich zum Verhängnis. Für den Nahverkehr war sie kaum zu gebrauchen, lokaler Güterverkehr fand kaum statt und für den Durchgangsverkehr gab es genügend andere Strecken. Lediglich ein Eilzug von Aachen nach Braunschweig hielt sich bis 1984 auf der Strecke.
Nach 1984 wurde die Bahn wohl hauptsächlich aus strategischen Gründen noch befahrbar gehalten; als diese wegfielen, endete auch bald der spärliche noch verbliebene Güterverkehr. Teile der Strecke sind bereits abgebaut, in Zukunft soll sie auf weiten Strecken in einen Alleenradweg umgebaut werden.

Fotos der einzelnen Abschnitte

Quellen und weiterführende Literatur

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