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Im Bereich um den Bahnhof Warburg Altstadt verlässt der Radweg die ehemalige Bahnstrecke, die in diesem Bereich mittlerweile nicht mehr öffentlich zugänglich ist. Er liegt direkt am Diemelufer, befindet sich offenbar in Privatbesitz und ist, wie viele Bahnhöfe der Strecke, komplett verschiefert.
Unweit des Bahnhofes kreuzte die Bahnlinie die Straße nach Calenberg, etwa auf Höhe des Vorfahrt-gewähren-Schildes auf der linken und des gelben Wegweisers auf der rechten Straßenseite. Dort beginnt auch wieder der Radweg auf der Trasse. Die im Bild rechts abzweigende L 552 nach Wormeln wurde wenige hundert Meter weiter ebenfalls niveaugleich gekreuzt. Die Stelle des einstigen Bahnüberganges ist im rechten Bild zu sehen. Wo der Radweg heute nach links abschwenkt, führte das Gleis früher geradeaus weiter und kreuzte die Wormelner Straße im spitzen Winkel.
Der Haltepunkt Wormeln wurde erst 1950 eingerichtet und 14 Jahre später bereits wieder geschlossen. Es befindet sich direkt neben dem Bahnübergang in Wormeln, von dem aus auch der Zugang erfolgte. Im linken Bild der Blick zurück vom Bahnübergang des Empfangsgebäudes, rechts eine Ansicht der Rückseite. Das Gebäude unterscheidet sich deutlich von den anderen Bahnhöfen der Strecke und wird mittlerweile scheinbar als Ferienhaus genutzt.
Am Ortsrand von Wormeln wird zum zweiten Mal die L 552 gekreuzt. Der Zaun rechts neben dem Weg markiert ungefähr die Lage der ehemaligen Bahnsteigkante.
Zwischen Wormeln und Welda findet sich neben der Strecke diese Stützmauer. Hier gab es einst einen Steinbruch, der möglicherweise über einen Gleisanschluss verfügte. (Vielen Dank für diese Information an Ludger Humburg)
Auch im Bereich um den Bahnhof Welda verlässt der Radweg kurzzeitig die Trasse. Der Bahnhof selbst dient heute als Wohnhaus eines Bauernhofes. An der Seite des ehemaligen Güterschuppens ist noch schwach die Aufschrift „Welda“ zu erkennen.
Südlich von Welda überquerte die Trasse zum zweiten Mal die L 552. Ursprünglich kreuzte die Bahnlinie die Straße in einer Doppelkurve, die bei deren Ausbau jedoch verschwand. Für ca. 2 km verlief die Strecke nun westlich der Straße, bevor sie an einem ähnlichen Bahnübergang wieder auf die Ostseite wechselte. Der Radweg verlässt die Trasse nur wenige hundert Meter nach Überqueren der Landesgrenze, um zuerst auf einem Wirtschaftsweg und später auf dem Straßenbankett weiterzuführen. Die Trasse selbst ist in diesem Bereich nur noch teilweise als Bahndamm erhalten.
Nördlich von Volkmarsen überquerte die Bahnlinie auf einer dreibogigen Natursteinbrücke die Erpe. Heute führt nur noch ein Trampelpfad auf der ansonsten stark zugewachsenen Trasse entlang.
In Volkmarsen werden kurz hintereinander zuerst der Adjutantenweg und dann die Kasseler Straße gekreuzt. Im Asphalt des Adjutantenweges finden sich die letzten Schienenreste der Strecke.
In Volkmarsen ist der Verlauf der Strecke noch gut nachvollziehbar. Auch hier wurde ein Radweg auf der Strecke gebaut, der allerdings keinen Anschluss zu dem aus Warburg kommenden Weg hat. Direkt neben dem ehemaligen Bahnübergang Erpeweg steht ein denkmalgeschützter Transformatorturm aus dem Jahr 1905.
Nur wenig weiter südlich wurde erst kürzlich eine Straße auf der Trasse gebaut. Bei dem Wall zwischen Straße und Radweg könnte es sich um einen Rest des Bahndammes handeln.
Hier ein Blick zurück auf die Teilung der Strecken nach Warburg und Kassel. Während die Strecke nach Kassel nach rechts abschwenkt, führte die Strecke nach Warburg dort, wo heute der Gehweg verläuft, geradeaus weiter. Die beiden eingleisigen Strecken verliefen bis zum Bahnhof Volkmarsen parallel.
Auch am Bahnübergang Lütersheimer Straße sind mittlerweile keine Hinweise auf das zweite Gleis mehr zu finden. Blickrichtung ist wiederum Warburg bzw. Kassel.
Im
linken Bild die Bahnhofsausfahrt in Richtung Warburg. Gleis 1 und 2
dienten ursprünglich der Relation Warburg - Korbach, während
am Gleis 4 die Züge der Zweigstrecke nach Kassel abfuhren. Da die
geplante Direktverbindung von Korbach über Sachsenhausen und
Naumburg nach Kassel nie verwirklicht wurde, entwickelte sich der
Personenverkehr der Relation Korbach - Kassel stärker, als der der
Strecke nach Warburg, so dass Züge von dort in den letzten
Betriebsjahren der Strecke meist in Volkmarsen endeten. Von 1987
bis 1999 ruhte auch auf der Strecke nach Korbach der Personenverkehr,
heute finden in auf den Gleisen 2 und 4 wieder Zugkreuzungen der
Strecke Korbach - Kassel statt, während von Gleis 1 nur noch das
Schotterbett vorhanden ist.
Im rechten Bild das ehemalige Stellwerk,
das mittlerweile zu einem außergewöhnlichen Wohnhaus umgebaut wurde.
Das einst stolze Bahnhofsgebäude von Volkmarsen steht leer und befindet sich mittlerweile in einem erbärmlichen Zustand. Es ähnelt den Gebäuden in Warburg Altstadt und Welda, ist jedoch größer. Einige Bahnhöfe an der Weiterführung der Strecke nach Korbach wurden ebenfalls in diesem Stil errichtet.