Obere Edertalbahn

Berleburg–Allendorf (Eder)

Navigation: Hauptseite > Strecke Berleburg–Allendorf

Streckenverlauf
0,0 Berleburg
2,3 Hörre Abzweigstelle
  Rothaarbahn nach Erndtebrück
3,2 Raumland
7,2 Arfeld
8,4 Arfelder Ederbrücke
11,7 Schwarzenau (Eder)
14,0 Beddelhausen
18,4 Hatzfeld (Eder)
21,1 Eifa (Eder)
22,9 Holzhausen (Eder)
23,4 Holzhäuser Ederbrücke
23,7 Reddighäuser Ederbrücke
24,4 Reddighäuser Hammer
24,6 Anschluss Reddighäuser Hammer
25,5 Reddighausen
26,6 Dodenauer Tunnel 325 m
27,1 Dodenau
31,7 Anschluss Hasenclever
31,8 Auhammer
32,5 Anschluss Viessmann
33,3 Battenberg
34,2 Battenfelder Ederbrücke
34,8 Battenfeld
35,4 Ruhr-Eder-Bahn von Winterberg
36,2 Allendorf (Eder)
Ruhr-Eder-Bahn nach Frankenberg
Stand: Juni 2008

Daten:

Streckenlänge: Berleburg–Arfeld 7,2 km
Arfeld–Hatzfeld 11,1 km
Hatzfeld–Allendorf 17,8 km
Berleburg–Allendorf 36,2 km
 
Eröffnung: Berleburg–Raumland 01.10.1910
Raumland–Arfeld 15.08.1911
Arfeld–Hatzfeld 01.04.1911
Hatzfeld–Allendorf 17.11.1910
 
Einstellung: Berleburg–Hatzfeld (Personenverkehr) 29.05.1981
Hatzfeld–Allendorf (Persoenenverkehr) 30.05.1981
Berleburg–Arfeld (Güterverkehr) 30.11.1982
Arfeld–Hatzfeld (Güterverkehr) 29.05.1981
Hatzfeld–Auhammer (Güterverkehr) 29.05.1995
Auhammer–Battenberg (Güterverkehr) 15.12.2002
 
Streckenabbau: Berleburg–Hatzfeld um 1983
Hatzfeld–Auhammer um 2000
 
Radwegbau: Raumland–Beddelhausen ca. 2003
 

Geschichte der Strecke

Die Geschichte der Oberen Edertalbahn ist eng verknüpft mit der der Ruhr-Eder-Bahn. Beide wurden zusammen geplant und teilten sich stets den Abschnitt Allendorf–Frankenberg. Zum Zeitpunkt ihres Baus wurde jedoch offenbar der Strecke nach Winterberg eine größere Bedeutung zugerechnet, denn obwohl diese aufwändiger zu trassieren war, war sie bereits 1908 durchgängig befahrbar. Die Strecke nach Berleburg hatte mit ihrem Tunnel, den vier Ederbrücken und den langen Stützmauern zwar auch aufwändige Bauwerke aufzuweisen, kam durch ihre Lage im Edertal aber (im Gegensatz zur Ruhr-Eder-Bahn) größtenteils ohne große Dammaufschüttungen aus. Dennoch brauchte es Zeit bis 1911, bis der vierte und letzte Abschnitt der Oberen Edertalbahn endlich vollendet war.
Die Einschätzungen aus dem frühen 20. Jahrhundert sollten sich bald als falsch herausstellen. Die Ruhr-Eder-Bahn erlangte nie die erwartete Bedeutung; bereits 1967 war sie nicht mehr durchgängig befahrbar. Auf der Bahn durchs Edertal hingegen rollten bis 1981 sogar noch Personenzüge. Industriebetriebe in Hatzfeld, Reddighausen und Battenberg sorgten für Güterverkehr, dazu kam noch die Holzabfuhr aus der waldreichen Region.
Während der Güterverkehr zwischen Berleburg und Hatzfeld mangels Bedarf gleichzeitig mit dem Personenverkehr eingestellt wurde (Arfeld konnte offiziell noch eineinhalb Jahre länger von Berleburg aus angefahren werden), wurde Hatzfeld noch bis 1995 von Frankenberg aus bedient. 2002 wurde zunächst auch der Verkehr von Allendorf nach Battenberg eingestellt, dieser wurde jedoch bald darauf in privater Regie reaktiviert. In den Jahren 2005 bis 2007 verkehrten auf der verbliebenen Strecke bis Auhammer sogar noch einmal regelmäßige Personenzüge – sonn- und feiertags in der Sommersaison. Mittlerweile steht der Weiterbestand der Reststrecke allerdings wieder auf der Kippe. Die Battenfelder Ederbrücke bedarf einer Sanierung, deren Kosten offenbar in keinem Verhältnis zum Verkehrsaufkommen stehen.
Der westfälische Teil der Oberen Edertalbahn wurde bereits auf weiten Strecken zu einem Radweg umgebaut; allerdings fehlten zu diesem Zeitpunkt bereits einige Brücken und die Ortsdurchfahrten sind teilweise überbaut. Für den noch relativ vollständig erhaltenen, weil später stillgelegten, Ostabschnitt gibt es seit längerem ebenfalls Pläne für einen Radweg, die bisher allerdings noch nicht realisiert wurden.

Fotos der einzelnen Abschnitte

Quellen und weiterführende Literatur

zur Übersicht