Ruhr-Eder-Bahn

Winterberg (Westf)–Frankenberg (Eder)

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Streckenverlauf
von Nuttlar
25,9 Winterberg (Westf)
26,1 Winterberger Tunnel I 287 m
28,7 Winterberger Tunnel II 140 m
34,3 Züschen
39,3 Liesen
40,6 Hallenberg
43,5 Bromskirchener Tunnel 315 m
44,1 Bromskirchen
44,8 Bromskirchener Viadukt
48,2 Osterfeld (Hess Nass)
52,3 Obere Edertalbahn von Bad Berleburg
53,1 Allendorf (Eder)
53,6 Anschluss Viessmann I
53,9 Anschluss Viessmann II
54,5 Rennertehausen
57,8 Haine
59,4 Röddenau
60,2 Ederbrücke
61,4 Burgwaldbahn nach Sarnau
  Industriestammgleis Frankenberg
62,0 Frankenberg (Eder)
Untere Edertalbahn von Korbach
Stand: September 2006

Daten:

Streckenlänge: Winterberg–Hallenberg 14,7 km
Hallenberg–Allendorf 12,5 km
Allendorf–Frankenberg 8,9 km
Winterberg–Frankenberg 36,1 km
 
Eröffnung: Winterberg–Frankenberg 01.12.1908
 
Einstellung: Winterberg–Allendorf (Personenverkehr) 14.11.1966
Winterberg–Hallenberg (Güterverkehr) 30.05.1992
Hallenberg–Allendorf (Güterverkehr) 28.05.1967
Allendorf–Frankenberg (Personenverkehr) 29.05.1981
 
Streckenabbau: Winterberg–Hallenberg 1994
Hallenberg–Allendorf 1968
 
Radwegbau: Winterberg–Züschen vsl. 2006-2009
Züschen–Hallenberg 2002
Radwegbau: Hallenberg–Allendorf 2006-2008
 

Geschichte der Strecke

1898 beschloss der Preußische Landtag den Bau mehrerer Nebenbahnen, darunter auch der Strecke (Bestwig–)Nuttlar–Winterberg–Frankenberg. Sie sollte dazu dienen, der lokalen Land- und Forstwirtschaft sowie dem Bergbau schnelle und effektive Transportwege zu ermöglichen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Die Fertigstellung der Strecke erfolgte in drei Abschnitten in den Jahren 1902 bis 1908. Zwischen Bestwig unter Winterberg entwickelten sich der Güter- und Personenverkehr gut, letzterer insbesondere auch durch den stark zunehmenden Tourismus in Winterberg. Der Rest der Strecke blieb stets hinter diesen Leistungen zurück.
Der Nordabschnitt der Ruhr-Eder-Bahn kann auch heute noch einen beachtlichen Personenverkehr vorweisen und gleichfalls rollen auch immer noch Güterzüge durchs Negertal. Der grenzüberschreitende Streckenteil von Hallenberg nach Allendorf war hingegen bereits im November 1966 wegen schlechten Streckenzustands gesperrt worden; der Personenverkehr zwischen Winterberg und Hallenberg wurde gleich mit eingestellt. Güterverkehr gab es angeblich noch ein halbes Jahr länger auf der gesperrten Strecke; ob tatsächlich noch Züge fuhren, erscheint zumindest fraglich. Hallenberg wurde noch bis 1992 (seit 1975 allerdings nur noch sporadisch) im Güterverkehr bedient; im Winter diente der Bahnhof oft zum nächtlichen Abstellen von Wintersportsonderzügen. Da der mitten im Stadtgebiet gelegene Winterberger Tunnel I dem Bau einer Umgehungsstraße und weiteren baulichen Vorhaben im Weg war, wurde dieser Streckenabschnitt innerhalb von zwei Jahren nach der Stilllegung abgebaut.
Auf dem unspektakulär trassierten, weil im weiten Edertal verlaufenden, Südabschnitt hielt sich der Personenverkehr immerhin noch 15 Jahre länger, da die in Allendorf abzweigende Obere Edertalbahn die ältere Ruhr-Eder-Bahn überlebt hatte. Durch den Wegfall eines wichtigen Güterkunden in Allendorf ist mittlerweile jedoch auch dieser Streckenteil von der Stilllegung bedroht. In den Jahren 2005 bis 2007 fand dort an Sonn- und Feiertagen in der Sommersaison noch einmal ein regelmäßiger Personenzugverkehr statt, der wegen weggefallener Finanzmittel jedoch wieder eingestellt werden musste.
Seit 2002 wird die Strecke zwischen Winterberg und Allendorf sukzessive zu einem Radweg umgebaut. Von den großen Kunstbauten wird offenbar nur der Bromskirchener Tunnel in den Weg miteinbezogen, da Winterberger Tunnel II und Bromskirchener Viadukt in einem zu schlechten Zustand sind. Den Winterberger Tunnel I gibt es nicht mehr.

Fotos der einzelnen Abschnitte

Quellen und weiterführende Literatur

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